Unsere Sonderausstellungen


Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Viruses schließen wir uns dem gemeinsamen Vorgehen der Stadt Hanau und des Main-Kinzig-Kreises an und sagen alle geplanten Veranstaltungen bis Ende April ab. Bis zum 19. April 2020 werden wir auch den laufenden Betrieb sowie das Museumscafé geschlossen halten.

Wir freuen uns, vorbehaltlich der Entspannung der Lage, Sie danach wieder begrüßen zu können. Bleiben Sie gesund und uns gewogen. Mit den besten Wünschen Ihr Museumsteam


 

 

Cowboys und Indianer - Der Wilde Westen im Kinderzimmer

VERLÄNGERT BIS 20. September 2020!!

Über 150 Jahre waren Indianer und Cowboys ein wichtiger Teil der Kinderwelt. Spielfiguren und Comics, Pfeil und Bogen sowie Spielzeugrevolver und nicht zuletzt die Romane Karl Mays fanden sich in jedem Zimmer von Kindern und Jugendlichen, zumindest im deutschsprachigen Raum. Es ist ausgesprochen bemerkenswert und einmalig, dass eine historische Entwicklung auf einem anderen Kontinent – dem Norden Amerikas – eine solche Bedeutung in der Kinderwelt Deutschlands bekam und heute weitgehend aus ihr verschwunden ist.

Die Ausstellung geht den Spuren der Indianer und Cowboys im Kinderzimmer nach und fragt nach ihren Ursachen und vielfältigen Ausprägungen. Dabei geht es um Zinnfiguren, Elastolin-Indianer und Playmobil-Cowboys, um die Shows von Buffalo Bill und die Völkerschauen Hagenbecks. Weit verbreitet waren die Erzählungen von Friedrich Gerstäcker und die Lederstrumpf-Romane, unter Jugendlichen beliebt und von Erwachsenen abgelehnt die spannenden Heftromane mit Wildwest-Geschichten. Nicht wegzudenken sind natürlich die Erzählungen Karl Mays mit Winnetou und Old Shatterhand. Was noch in den 1950er Jahren „Cowboyfilme“ waren, wurde in den 1960er Jahren zum „Western“. Nun gab es sie auch im neuen Medium als Fernsehen: „Bonanza“ mit den Cartwrights und „Rauchende Colts“ waren fester Bestandteil des familiären Unterhaltungsalltags. Überraschend erfolgreich wurden in den 1960er Jahren auch die Karl-May-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker und lösten einen beispiellosen Starkult aus.

 

Immer mehr drang nun in die kritische Öffentlichkeit, wie unrealistisch das lange gepflegte Bild des „Wilden Westens“ war und wie das historische Schicksal der Indianer sowie ihre aktuelle Lebenssituation wirklich waren. Auch in der Kinderwelt klärten nun Sachbücher darüber auf. In der DDR wurden die Indianer bereits seit den 1960er Jahren in Romanen und Filmen als Verfolgte und Verlierer der nordamerikanischen Geschichte dargestellt. In den letzten Jahren sind sie aus den Spielzeuggeschäften verschwunden. Nur noch der freundliche Indianerjunge Yakari und Lucky Luke, der Cowboy, der schneller als sein Schatten schießt, sowie einige Freilufttheater mit Karl-May-Aufführungen erinnern an eine vergangene Kinderwelt.

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustriertes Begleitbuch mit elf Beiträgen zum Thema (14,90 Euro) 

 



ABGESAGT!

ab Mai 2020

Busy Girl

Barbie - die moderne, erfolgreiche Frau?

Eine Ausstellung mit Begleitprogramm