Unsere Ausstellungen


 

 

Bildnachweist: Illustratorin Susanne Szesny, aus:

Kristina Hoffmann-Pieper, Hans Jürgen Pieper,

Bernhard Schön, Spectaculum.

Kinder spielen Mittelalter, 2013.

 

 

 

 

 

 Eröffnung am 15.05.2022

Ritter, Burgen, schöne Fräulein

Wie das Mittelalter ins Kinderzimmer kam und sich bis heute darin hält.

 

Eltern und Großeltern können gemeinsam mit Ihren Kindern oder Enkeln in Erinnerungen schwelgen und sich den spannenden Fragen widmen, die in der Ausstellung aufgeworfen werden.

Wann der erste Spielzeugritter durch ein Kinderzimmer ritt, wissen wir nicht. Aber sicher ist, dass Ritter, Burgen und schöne Fräulein schon lange wichtige Wegbegleiter von Kindern und Jugendlichen sind. Wahrscheinlich spielt das Mittelalter bereits seit der Herausbildung eines eigenen Lebensabschnitts „Kindheit“ und der damit einhergehenden kommerziellen Herstellung von Spielzeug seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert eine Rolle. Bis heute hat es seine Faszination nicht verloren, aber was verbinden Kinder (und Erwachsene) heute mit einer mittelalterlichen Stadt oder den sagenhaften Gestalten des englischen Hochmittelalters?

Es geht in der Ausstellung um Mythen und Sagen, Spielzeug und Spiele, Bücher und Comics sowie Figuren und Filme, die alle auf ihre Art in den vergangenen 200 Jahren das Bild vom Mittelalter mitprägten. Mit Holzschwertern, Pfeil und Bogen konnten sich schon vor 200 Jahren Kinder in mittelalterlichen Rollenspielen üben, solche „Waffen“ finden sich bis heute im Angebot vieler Museumsshops und nicht zuletzt bei Faschingsausstattungen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dienten Zinnfiguren und Burgmodelle – oft selbst gebaut – zur spielerischen Imitation von Belagerungen und Schlachten im Kleinformat. Im 20. Jahrhundert wurden sie von Aufstellfiguren aus Gips- oder Leimmischungen, seit den 1950er Jahren dann aus Kunststoff abgelöst. In den mittelalterlichen Welten herrschen Ritter, Burgen und Schlachten vor, es geht oft um Gut und Böse – Mädchen und Frauen tauchen in dieser Mittelalterwelt zwar zunehmend, aber immer noch in verschwindend geringer Zahl auf.

Das Mittelalter mit seinen scheinbar klaren Verhältnissen, den Helden und der – durchaus umstrittenen – Gewalt bietet auf jeden Fall den hohen Unterhaltungswert einer fernen Welt, die in den letzten Jahren durch neue mythische oder Fantasy-Elemente erweitert wurde (Herr der Ringe, Harry Potter, Drachenburgen) und auch vor der Zukunft nicht Halt macht (Star Wars, Lego Nexo Knights).

Zur Ausstellung erscheint auch ein reich bebildertes Begleitbuch sowie ein buntes Museumsprogramm.

Zu unserem Museumsgeburtstag am Sonntag, den 28.8.2022 werden wir ein großes Mittelalterfest in Wilhelmsbad feiern!

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Die Y-Bahn

 

Eine hölzerne Modellbahn aus dem Berlin der 1920er Jahre

Eine Spielzeugeisenbahn aus den 1920er Jahren aus Holz, ist keine Besonderheit.

Aber eine Modellbahn aus Holz?

Modellbahn heißt: Möglichst nah am Vorbild und eine maßstabgerechte Verkleinerung.

Das war zu jener Zeit, in der man überzeugt war, dass auch die  Spielzeugeisenbahn aus Metall sein sollte. Möglichst aus dünnem Blech, dem sogenannten Weißblech. Damit ließen sich schon sehr viele maßstabsgerechte Details unterbringen.

Eine kleine Eisenbahn aus dem Werkstoff Holz kann also nur eine Spielzeugeisenbahn für Kinder gewesen sein.

Wie die Ausstellung zeigen wird, ist das ein Irrtum.

Wir haben es hier mit einer echten Modell- und auch noch Systembahn zu tun. Systembahn heißt in diesem Fall, sie war beliebig erweiterbar. Das ermöglichte ein einheitliches Gleissystem mit Weichen und Kreuzungen, dass den Bau ausgedehnter Gleisbilder zuließ.

Im Laufe der Zeit wurde das Rollmaterial erweitert und der Bau von Zubehör, wie Bahnhöfen und Lokschuppen, begonnen. Natürlich auch aus Holz. Zum Ende der Herstellung wurden maßstäbliche Modelle in Spur 0 gebaut, welche anspruchsvolle Modellbahner begeisterten.

In der einschlägigen Literatur wird die Existenz der Bahn in nur wenigen Fällen erwähnt. Ohne den begeisterten Sammler aus Erfurt, Herrn Wagenknecht, wäre die Bahn wahrscheinlich auch nie aus der Versenkung gekommen. So stellt die Ausstellung die erste wirkliche Möglichkeit dar, sich über diese einmalige Modelleisenbahn zu informieren.

Die Bahn wurde in den 1920er Jahren von der Modellspielwaren-Fabrik Paul Schröder in Berlin hergestellt. Sie war ausschließlich für den elektrischen Betrieb konzipiert.

 

Zur Ausstellung erschien eine Begleitbroschüre mit zahlreichen farbigen Abbildungen, die auch als ergänzender Führer durch die Ausstellung dient. Sie kann für 5,- €, über das Museum bezogen werden oder per E-mail an info@HPuSM.de

 

 



Es rattert, dampft und schnauft …

Spielzeugeisenbahnen

 

Gezeigt wird die Entwicklung der „Spielzeugeisenbahn“ vom einfachen Spielzeug hin zum Modell, bei dem auch die Anzahl der Nieten stimmt. 

 

Es geht über alle Spurweiten von I bis Z und alle namhaften Hersteller von dampf-, uhrwerk- und elektrisch betriebenen Eisenbahnen.  Auch die „Schiebeeisenbahn“ vom Bodenläufer bis Brio kommt nicht zu kurz. 

 

Auf den Dampf im Museum werden wir mit Rücksicht auf unsere Rauchmelder leider verzichten müssen.

Weitere Themen sind die Entwicklung der Geschwindigkeit vom Adler bis zum ICE und besondere deutsche Züge wie den Airport Express, den Fliegenden Hamburger, den Henschel-Wegmann-Zug oder den Schienenzeppelin.

Von unserem Partnermuseum Warabekan in Tottori kam der Shinkansen „Hikari“ in Blech als Geschenk. Er passt nahtlos in die Präsentation von „Kaufhauseisenbahnen“.

 

Doch nicht alles ist hinter Glas. Regelmäßige Schau-und Spieltage laden zum Staunen und Mitmachen ein. An den Märklin H0-Tagen können sie gerne ihre Schätze aus dem Keller holen und bei uns bauen und Dampf (analog) machen.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch viele Sammler, die, koordiniert durch unseren Kurator Frank-W. Blache, ihre wertvollen Exponate zur Verfügung stellen. Besonders freuen wir uns über die Kooperation mit dem Spielzeughaus Freinsheim, das über eine große Bing Sammlung verfügt.

Termine für Fahrbetrieb, Mitmachtage und Sonderaktionen  finden sie unter www.HPuSM.de sowie auf unseren Profilen auf facebook oder instagram.

Steigen sie ein und träumen sie ihre unerfüllten Kinderwünsche – oder setzen Sie die Kinder aufs klimaverträgliche Gleis…

 

Zur Ausstellung erschien eine Begleitbroschüre mit zahlreichen farbigen Abbildungen, die auch als ergänzender Führer durch die Ausstellung dient. Sie kann für 5,- €, über das Museum bezogen werden. Auch per Email an info@hpusm.de zu bestellen.

 

Begleitprogramm:

 

MITMACHEN...

 

Strecke machen! – Wir haben das Material - Sie bauen und fahren (analog)

Termine unter Veranstaltungen