Hessens Lieblingsspielzeug!

Vom Kinderzimmer ins Museum

Verlängert bis 1. November 2026 im Gertrud-Rosemann-Saal

Wie wird ein Spielzeug zum Lieblingsstück? Denn ein Lieblingsspielzeug entsteht nicht einfach in der Fabrik. Es wächst in seine Rolle hinein – durch gemeinsames Erleben, Nähe und Zeit.

 

Ausgewählte Objekte aus der Sammlung, ergänzt durch persönliche Geschichten von Mitarbeitenden und Besuchenden, zeigen, wie individuell dieser Prozess ist. Zugleich blickt die Ausstellung über das Persönliche hinaus und macht deutlich, wie sich Spielzeug im Wandel von Industrialisierung und Digitalisierung verändert hat.

Zum Abschluss sind Sie gefragt: Welche Lieblingsspielzeuge von heute gehören morgen ins Museum? Stimmen Sie ab und bringen Sie Ihre eigenen Ideen ein.

Die Sonderausstellung „Hessens Lieblingsspielzeug! Vom Kinderzimmer ins Museum“ ist vom 12. März bis 28. Juni 2026 im Gertrud-Rosemann-Saal des HPUSM zu sehen.

 



Die Güter kamen mit der Bahn!

Verlängert bis 30. Juni 2026

Mit der Entwicklung der Eisenbahn begann eine neue Ära des Gütertransports: Waren konnten schneller, weiter und sicherer bewegt werden als je zuvor. Schon bald fanden diese technischen Errungenschaften ihren Weg auch ins Kinderzimmer. Die Ausstellung „Die Güter kamen mit der Bahn!“ zeigt anhand historischer Spielzeugbahnen, Güterwagen und Zubehör, wie eng Technikgeschichte und Spielkultur miteinander verbunden sind.

 

Im Sammlerkabinett des HPUSM werden Güterzüge aus Blech, Bahnhöfe, Kräne und Spezialwagen aus verschiedenen Jahrzehnten präsentiert – vor allem aus der Zeit zwischen den 1930er und 1950er Jahren. Schwerpunkt liegt bei den sogenannten Sortimentsbahnen von Otmar Beckh, Konrad Dressler, Karl Bub und Heinrich Wimmer.  Ergänzt wird die Schau durch Modelle späterer Entwicklungen wie Containertransport und kombinierter Schiene-Straße-Logistik.


Die Ausstellung verbindet die Welt der Logistik mit Romantik, Spiel und Nostalgie und ermöglicht damit neue Blicke auf ein oft übersehenes Kapitel der Eisenbahn- und Spielzeuggeschichte.


 

„Es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil.“

Albert Einstein

 

Automädchen und Pferdejungs 

Zu Rollenbildern im Spielzeug

Kann ein Mädchen, das leidenschaftlich mit Barbies spielt, später Geschäftsführerin eines Unternehmens werden? Wird ein Junge, der Waffen liebt, später auf jeden Fall kriminell? Solch zugespitzte Fragen bewegen die westlichen Erziehungsdebatten spätestens seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. 

Doch wie sieht es jenseits der kritischen Fragen von Eltern aus? Hat Spielzeug wirklich einen Einfluss auf das spätere Leben von Kindern? Und trägt es zur Ausbildung sogenannter „klassischer Rollenbilder“ bei, weil Gendermarketing die Kinder in Rollenklischees drängt? Sind die Rollenbilder des „starken, mutigen, mächtigen Mannes“ und der „treusorgenden und liebevollen Frau“ am Ende biologisch bedingt? Oder gibt es jenseits der Biologie das viel mächtigere, gesellschaftlich konstruierte „gender“ und eine „genderneutrale“ Erziehung würde zu offeneren Lebensentwürfen führen? 

Vielleicht sind das Spielen der Kinder und die ideologische Aufladung durch die Erwachsenen doch zwei ganz voneinander getrennte Dinge? Wie viel „Rolle“ bauen die Erwachsenen den Kindern in ihr Spiel ein und welchen Vorurteilen und Klischees hängen wir aktuell immer noch nach?

All diesen spannenden Fragen wollen wir in unserer aktuellen Sonderausstellung Raum geben. Dabei stellen wir Spielzeug, Rollenbilder und Spielpraxis der letzten rund 200 Jahre vor und kontrastieren dies mit (vielleicht) irritierenden Aussagen zu Rollenklischees. 

Stellen Sie sich und Ihre Rollenbilder doch selbst einmal auf die Probe…!